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Sentinel-Lymph-Node-Dissektionen (SLND)

Das maligne Melanom gehört zu den bösartigsten Tumoren, deren Inzidenz weltweit in den vergangenen Jahrzehnten drastisch zugenommen hat. Nach der Exzision eines malignen Melanoms richtet sich das weitere therapeutische Vorgehen vor allem nach der Eindringtiefe des Tumors in das Gewebe (Breslow-Index und Clark-Level). Überschreitet der Breslow-Index (Tumordicke) 1mm, wird die Extirpation des Sentinel-Lymph-Nodes empfohlen.

Definition:
Der Sentinel-Lymph-Node (SLN, Wächterlymphknotens) ist der erste Lymphknoten im Abflussgebiet der regionären Lymphknotenstation.

Vor Durchführung der Operation muss der Sentinel-Lymph-Node zunächst identifiziert werden. Dies erfolgt mittels Einbringung eines radioaktiv markierten (99mTc) Kolloids, das peritumoral injiziert wird. Präoperativ wird dann zudem peritumoral der Farbstoff Patentblau injiziert, so dass intraoperativ der SLN sowohl visuell durch die Anreicherung des blauen Farbstoffs als auch mittels Gamma-Sonde (Identifizierung des angereicherten radioaktiven Kolloids) identifiziert werden kann.
Der SLN wird dann freipräpariert, exzidiert und einer histologischen Untersuchung zugeführt. Konsequenz bei nachgewiesenem Befall des SLN ist eine radikale Ausräumung der gesamten Lymphknotenregion (TLND = therapeutische Lymph-Node-Dissektion). Ob diese Vorgehensweise die Überlebensrate verbessert, wird zur Zeit in größeren Studien geklärt.