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Die Geschichte der Hautklinik im UKE

Die Geschichte der Universitäts-Hautklinik Hamburg-Eppendorf beginnt im Jahr 1907. In diesem Jahr erhielt Paul Gerson Unna als erster nichtbeamteter Arzt in Hamburg den Titel eines Professors und wurde durch Schaffung einer "Spezialarzt"-Stelle für Hautkrankheiten zum ersten Leiter der damals noch aus 2 Pavillons (Pav. 55 für Männer und Pav. 42 für Frauen) mit insgesamt 16 Betten bestehenden Hautklinik.
                   
Paul G. Unna
Eduard Arning
Paul Wichmann

 
Nachdem von 1914 - 1917 aufgrund des 1. Weltkrieges keine Krankenversorgung stattfand, wurde im Spätherbst 1918 die dann in Baracken untergebrachte Klinik wiedereröffnet. Zur gleichen Zeit wurde beschlossen, alle vorhandenen Krankenanstalten am akademischen Unterricht zu beteiligen, so daß neben Paul Gerson Unna auch die Hautabteilung in St. Georg unter der Leitung von Eduard Arning zur Universitätsklinik erhoben wurde. Aufgrund der damals besseren Bedingungen im Hörsaal von St. Georg wurden in dieser Zeit die Vorlesungen vermehrt dort abgehalten. Am 01.April 1921 gab P.G. Unna seine Lehrtätigkeit als Honorarprofessor und seine Stellung am Eppendorfer Krankenhaus ab.



Im Frühjahr 1921 lehnte Eduard Arning nach reiflicher Überlegung eine Berufung ab, weil mit dieser eine Umsiedlung nach Eppendorf als Bedingung verbunden war. Nach Schaffung eines Extraordinariates für Dermatologie am 25.05.1921 lehnte auch der an 2. Stelle stehende Zieler (Würzburg) den Ruf ab, nachdem zähe Verhandlungen über die Poliklinikausstattung, Personalfragen und die Schaffung einer Röntgenanlage fehlgeschlagen waren. Die zwischenzeitlich beschlossene Umwandlung des frei gewordenen Ordinariats für Röntgenologie in ein Ordinariat für Haut und Geschlechtskrankheiten wurde am 26.04.1922 vom Senat der Stadt Hamburg bestätigt, sollte aber erst 1924 besetzt werden. Bis dahin trug Eduard Arning, dessen Abteilung in St. Georg auf 470 Betten angewachsen war die Hauptlast des dermatologischen Unterrichtes.
In Eppendorf leitete W. Patzschke, ein Schüler Unna`s, in oberärztlicher Funktion die 100 Betten Abteilung. Hier war ein ehemaliges Kriegsgefangenenlazarett auf dem Gelände der heutigen Hautklinik die Unterkunft. Weitere 100 Betten waren ebenfalls unter der Leitung von W. Patzschke im AK Eilbek als Ausweichstation eingerichtet. Patzschke hielt neben Arning und Unna (dieser war noch in seinem "Dermatologicum" tätig) Vorlesungen ab.



Schon 1912 hatte Paul Wichmann, ein niedergelassener Dermatologe mit dem Schwerpunkt der Lupusbehandlung, aus Spendenmitteln, Zuschüssen der LVA und Einnahmen seitens der Krankenkassen ein Lupusheim in unmittelbarer Nachbarschaft zum Eppendorfer Krankenhaus bauen lassen. Der von den Baumeistern Haller und Geissler (auch Baumeister der Hamburger Rathauses) geschaffene Bau wurde schon 2 Jahre später erweitert und ging am 31.07.1923 kostenlos in den Besitz des Eppendorfer Krankenhauses über. Wichmann wurde die bis dahin unbesetzte dermatologische Oberarztstelle übergeben. Im Jahre 1924 wurde er durch die Amtsbezeichnung eines a.o. Professors geehrt.
Mit dem neuen Bau war die Möglichkeit gegeben, daß vakante Ordinariat für Dermatologie neu zu besetzen. Nachdem Eduard Arning aufgrund seines Alters (68 Jahre) diesmal nicht als planmäßiger Professor angestellt werden konnte (neue Personalabbauverordnung) wurde P. Mulzer (München) von der Fakultät berufen.



P. Mulzer
trat am 15.10.1924 das erste Ordinariat für Dermatologie in der Stadt Hamburg an und beendete so das erste Interregnum an der Eppendorfer Hautklinik. Mulzer übernahm das später Hauptgebäude genannte Lupusheim und vier 1902 erbaute Epidemiebaracken mit etwa 140 Betten. Unter seinem Direktorat entstanden das serologische und histologische Laboratorium, das Photolabor, die Moulagensammlung, die Bibliothek und es wurden Röntgenapparate angeschafft. Mulzer wurde am 22.05.1945 beurlaubt und am 02.07.1945 auf Anordnung der Militärregierung entlassen. Erneut folgte eine 3 Jahre dauerndes "chefloses Interregnum". In dieser Zeit hatten erst Hopf (Akrokeratosis verruciformis) und später Jordan die kommisarische Leitung der Klinik übernommen. 1946 wurde Alfred Marchionini primo et unico loco für das vakan te Odinariat berufen. In seinen Berufungsverhandlungen wurde der Neubau der Hautklinik als "conditio sine qua non" gefordert.

         
P. Mulzer
Alfred Marchionini

Am 1. Mai 1948 trat Alfred Marchionini sein Ordinariat an. Seine Hauptaufgaben bestanden darin, die Zusammenarbeit mit dem Ausland wiederherzustellen. Dieses gelang Ihm mit Hilfe der "Unna-Feier" bei der zum einen die Deutsche Dermatologische Gesellschaft neubelebt wurde, zum anderen die Durchführung des 1. Nachkriegskongresses beschlossen wurde. Im Oktober 1949 wurde nach einer einjährigen Planungsphase mit den Ausschachtungsarbeiten für die neue Hautklinik begonnen, am 31. März 1950 der Grundstein gelegt. Am Richtfest im Dezember 1950 nahm Marchionini, der zwischenzeitlich dem Ruf auf den früheren Lehrstuhl Ritter v. Zumbusch´s nach München gefolgt war, als Ehrengast teil.



Die Hautklinik 1952
OP Eröffnung 1953
Bürgermeister Max Brauer, Senator Schiller, Prof. Kimmig

Im Jahr 1952 wurde die sechsgeschossige neue Hautklinik eingeweiht. Außer den Stationen (2 Frauenstationen, 2 Männerstationen, eine Kinderstation und 1 Lupusstation) mit insgesamt 155 Betten gab es in einer der damals modernsten Hautkliniken eine Poliklinik, eine Fotoabteilung, eine Bestrahlungsabteilung, 2 Operationsräume, einen Raum für kosmetische Operationen, Laboratorien für Forschungs- und Routinearbeiten, eine Chefraum und eine Bibliothek. Zudem waren die modernsten Ver- und Entsorgungseinrichtungen der Zeit (7 Speiseaufzüge, 2 Bettenaufzüge, 1 Personenaufzug, Klimaanlagen im OP, Bestrahlungsabteilung, Laboratorien und einigen Krankenzimmern)angeschafft worden. Auch eine entsprechende Gegensprechanlage mit der Möglichkeit über die Uhren einen Personenruf durchzuführen wurde installiert.
Mykologisches Labor